NiemtschGeierswaldeKlein PartwitzLieskeGroßkoschenSenftenbergGeierswalder SeeGroßräschener SeePartwitzer SeeSedlitzer SeeSenftenberger See
00 / 08 · Übersicht
Das Lausitzer Seenland
Fünf Tagebaurestseen zwischen Senftenberg und Bluno, zusammen 52,03 Quadratkilometer Wasser, vier davon durch drei schiffbare Kanäle verbunden. Jeder Umriss auf der Karte ist ein Tagebau, der zwischen 1967 und 2025 zum See wurde.
Jeder See trägt den Namen des Ortes, den sein Tagebau verbrauchte, und jeder ist die mit Wasser gefüllte Restform dieses Tagebaus: die Uferlinie ist die Kante des Restlochs. Gezeichnet wird nur, was eine Quelle hat — reale Geometrie, veröffentlichte Zahlen.
52,03km²
Wasser
5Seen
Verbund
3Kanäle
schiffbar
01 / 08 · Tagebau Niemtsch
Senftenberger See
Blatt SEE / 04 · Flutung 1967–1972 · Złykomorojski jazor
Der Älteste. Zwischen 1967 und 1972 aus der Schwarzen Elster gefüllt, damals noch als Speicherbecken Niemtsch.
18 Kilometer Ufer, 7 davon Strand, eine Insel von rund 250 Hektar — der erste Strandabschnitt ging 1973 in Betrieb.
Blatt SEE / 02 · Flutung bis 2013 · Lejnjanski jězor
Der Verkehrsknoten der Kette: seit 2013 über den Koschener Kanal schiffbar mit dem Senftenberger See verbunden. 98 Mio. m³ Wasser.
Der Koschener Kanal, früher Überleiter 12, verläuft teilweise als Schiffstunnel unter der B 96 und der Schwarzen Elster; eine Schleuse überbrückt den Höhenunterschied.
Blatt SEE / 01 · Flutung bis 2025 · Sedlišćański jazor
Mit 13,30 km² die größte Wasserfläche der Kette — und die jüngste: erst 2025 erreichte der See seinen Zielpegel.
Zwei Kanäle gehen von seinem Ufer aus: der Sornoer Kanal zum Geierswalder, der Rosendorfer Kanal zum Partwitzer See. Sein Spiegel liegt wie deren bei 101,0 m NHN.
Blatt SEE / 03 · Flutung 2004–2015 · Parcowski jězor
Elf Quadratkilometer über dem ehemaligen Tagebau Scado, seit 2015 auf Endwasserstand — mit 41 m bemerkenswert tief.
Das Dorf Scado wurde in den 1960er Jahren für den benachbarten Tagebau Koschen devastiert. Der See zeigt Verockerung; ein Gewässerbehandlungsschiff arbeitet auf der Fläche.
Der Tiefste: 55 m hinunter bis zur Sohle des Tagebaus Meuro. Die Flutung begann 2007.
Bis zum 9. September 2011 hieß der See Ilsesee. Er ist der einzige der fünf ohne schiffbare Verbindung: keiner der benannten Kanäle führt an sein Ufer.
Was das Seenland von anderen Seengebieten unterscheidet, sind nicht die Seen, sondern die Verbindungen: schiffbare Kanäle führen aus einem ehemaligen Tagebau in den nächsten. Drei von ihnen machen vier der fünf Seen zu einer Kette; der Großräschener See bleibt ohne Anschluss.
Der aufwendigste ist der Koschener Kanal zwischen Senftenberger und Geierswalder See — bis zu seiner Umbenennung lief er unter der Arbeitsbezeichnung Überleiter 12. Die übrigen nummerierten Überleiter tragen solche Arbeitsnamen bis heute und bleiben deshalb eingezeichnet, aber ohne eigenen Eintrag im Index.
Koschener KanalSenftenberger → Geierswalder · seit 2013
Sornoer KanalGeierswalder → Sedlitzer
Rosendorfer KanalSedlitzer → Partwitzer
07 / 08 · Zeitschichten
Dieselben Umrisse, drei Zustände
Zwischen Senftenberg und Bluno arbeiteten die Tagebaue Niemtsch, Koschen, Sedlitz, Scado und Meuro bis in die 1990er Jahre. Jeder trug den Namen eines Ortes, den er verbrauchte — und hinterließ ein Restloch in der Form, die heute die Uferlinie zeichnet.
Stand 2013: Senftenberger und Geierswalder See sind voll und seit diesem Jahr durch den Koschener Kanal verbunden; Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See werden noch geflutet.
Der Senftenberger See entstand zuerst, geflutet vom 15. November 1967 bis November 1972 aus der Schwarzen Elster. Am anderen Ende der Kette wurde der Sedlitzer See erst 2025 fertig — dazwischen liegen rund sechs Jahrzehnte Wandel. Heute: fünf Seen auf Zielpegel, vier davon verbunden.
1972Senftenberger
2007Großräschener ab
2013Geierswalder
2015Partwitzer
2025Sedlitzer
08 / 08 · Unter dem Spiegel
Der Geierswalder See im Querschnitt
Gezeichnet für den einen See, dessen Volumen veröffentlicht ist: 98 Millionen Kubikmeter über der Sohle des Tagebau Koschens, bis zu 34 Meter unter einem Spiegel von 101,0 m NHN. Die gestrichelte Linie ist die ehemalige Tagebaukante — die Wand, an der der Abbau endete und an der heute das Wasser steht.
Zwischen 26 und 55 Meter liegen die Sohlen der fünf Seen unter ihren Spiegeln. Für keinen liegt eine veröffentlichte Tiefenkarte vor, deshalb bleibt die Profilform schematisch — nur die Tiefenachse ist maßstäblich.
34m
Max. Tiefe
6,53km²
Fläche
98Mio. m³
Volumen
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Register · Die fünf Seen
Die fünf Seen: Fläche, Tiefe, Spiegel
Fünf Seen, fünf ehemalige Tagebaue, ein Wasserverbund: vom Sedlitzer See mit der größten Fläche der Kette bis zum Großräschener See, dessen Sohle 55 Meter unter dem Spiegel liegt. Die Karte des Lausitzer Seenlands oben ist der Einstieg; jedes Blatt dahinter vertieft einen See — mit Querschnitt, Flutungsgeschichte und den Kanälen, die an sein Ufer führen.
Fläche, Tiefe und Spiegel nach veröffentlichten Kennzahlen
Abseits des Wassers reicht das Freizeitangebot der Region von Häfen und Strandbädern über Spielbanken bis zu Online-Angeboten; unabhängige Online Casino Bewertungen helfen bei der Einordnung der letzteren.
Zusammenhang · Fünf Becken, ein System
Warum die fünf Seen ein Verbund sind
Die fünf Becken liegen nicht zufällig nebeneinander, sie hängen zusammen — und zwar auf zwei Ebenen. Die erste ist die Höhe: Sedlitzer, Geierswalder und Partwitzer See stehen auf 101,0 Metern NHN, der Großräschener See einen Meter darunter, der Senftenberger See zwei Meter darunter auf 99,0 Metern. Wo zwei Wasserflächen gleich hoch stehen, genügt ein Durchstich, um sie zu verbinden; wo eine Stufe liegt, braucht es ein Bauwerk. Genau deshalb hat von den drei benannten Kanälen der Kette nur einer eine Schleuse — der Koschener Kanal, der die zwei Meter zum Senftenberger See überwindet und dabei als Tunnel unter einer Bundesstraße und der Schwarzen Elster hindurchführt.
Die zweite Ebene ist die Zeit. Zwischen dem ersten Wasser im damaligen Speicherbecken Niemtsch im November 1967 und dem Zielpegel des Sedlitzer Sees 2025 liegen achtundfünfzig Jahre; dazwischen erreichten der Großräschener See den Beginn seiner Flutung 2007, der Geierswalder See seinen Endstand 2013 und der Partwitzer See 2015. Die Kette ist also kein gleichzeitig gebautes Bauwerk, sondern eine Abfolge, in der jedes Becken den Stand der Technik und der Wasserwirtschaft seiner Jahre trägt. Der Karte oben ist das nicht anzusehen — den Blättern der einzelnen Seen dagegen schon.
Wer die Übersicht nutzen will, hat damit zwei Zugänge. Über die Karte: Ein Klick auf eine Wasserfläche oder ihren Namen führt auf das Blatt dieses Sees, mit Querschnitt, Flutungsgeschichte, Überleitern und den Quellen jeder einzelnen Zahl. Oder über das Register darunter, das Fläche, Tiefe und Spiegel aller fünf nebeneinanderstellt — die schnellste Antwort auf die Frage, welcher See der größte, der tiefste oder der jüngste ist.
Fragen · Zum Seenland
Fragen
Wie viele Seen zeigt diese Karte?
Diese Karte des Lausitzer Seenlands zeigt die fünf Seen des schiffbar verbundenen Kerns — Sedlitzer, Senftenberger, Partwitzer, Großräschener und Geierswalder See, zusammen rund 52 Quadratkilometer Wasser. Östlich davon liegen weitere Restgewässer, auf der Karte als schwächere Flächen ohne eigenes Blatt eingetragen.
Was ist ein Überleiter?
Ein schiffbarer Kanal, der zwei geflutete Tagebaue verbindet. Der aufwendigste ist der Koschener Kanal — bis zur Umbenennung Überleiter 12 — rund einen Kilometer lang, teilweise als Schiffstunnel unter der Bundesstraße 96 und der Schwarzen Elster geführt, mit einer Schleuse für den Höhenunterschied.
Wie tief sind die Seen?
Zwischen 26 und 55 Metern. Der flachste ist der Senftenberger See mit 26 m, der tiefste der Großräschener See, dessen Grund 55 m unter dem Spiegel liegt — die Sohle des einstigen Tagebau Meuro.
Woher kommt das Wasser?
Der erste See der Kette wurde aus der Schwarzen Elster gefüllt: der Senftenberger See, geflutet von November 1967 bis November 1972. Die übrigen Becken folgten über Jahrzehnte in gesteuerten Flutungen — die letzte endete 2025 mit dem Zielpegel des Sedlitzer Sees.
Warum tragen die Seen Ortsnamen?
Jeder See ist nach dem Ort benannt, den sein Tagebau verbrauchte — Sedlitz, Niemtsch, Scado, Meuro, Koschen. Der Name des Sees ist damit zugleich das Gedächtnis des Ortes, der ihm weichen musste.