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Radreisen · Spreeradweg

Der Spreeradweg: Etappen, Karte und Verlauf von der Quelle bis Berlin

Der Spreeradweg begleitet die Spree von den drei Quellen im Oberlausitzer Bergland bis zur Mündung in die Havel in Berlin-Spandau – hier mit Verlauf, Spreeradweg Karte und Etappen. Auf dem Weg wechselt die Landschaft vom Mittelgebirge über die Talsperren bei Bautzen, die Bergbaufolgelandschaft um Spremberg und den Spreewald bis in die Hauptstadt.

410km
Gesamtlänge (gerundet)
3
Spreequellen im Bergland
7–9
Tagesetappen üblich

Verlauf des Spreeradwegs in drei Abschnitten

Der Spreeradweg lässt sich in drei landschaftlich klar getrennte Abschnitte teilen. Der obere Abschnitt beginnt an den Quellen bei Ebersbach-Neugersdorf und führt durch das Oberlausitzer Bergland nach Bautzen. Hier ist die Spree ein schneller Bach, der Weg wellig, und die Umgebung von Umgebindehäusern geprägt – jener Bauform, in der ein Blockhaus von einem hölzernen Stützgerüst umgeben ist. In Bautzen staut die Talsperre den Fluss zum ersten Mal auf; die Altstadt mit ihren Türmen liegt hoch über dem Spreetal.

Der mittlere Abschnitt zwischen Bautzen und Cottbus durchquert die Lausitzer Bergbaufolgelandschaft. Bei Uhyst und Spremberg passiert der Weg die Talsperren Bautzen und Spremberg, dann folgen die ehemaligen Tagebaue um Schwarze Pumpe. Auf diesem Teil sind die Kilometer lang und die Orte klein; Bärwalde, Boxberg und Spremberg sind die wichtigsten Stationen.

Der untere Abschnitt beginnt in Cottbus und führt durch den Spreewald nach Berlin. Zwischen Burg, Lübbenau und Lübben verzweigt sich die Spree in hunderte Fließe; der Radweg wechselt auf Dämme und Brücken.

Etappen im Überblick

EtappeVon – nachca. kmCharakter
1Ebersbach-Neugersdorf – Bautzen55Bergland, wellig, Umgebindehäuser
2Bautzen – Uhyst45Talsperre, Heide, Teiche
3Uhyst – Spremberg50Bärwalder See, Kraftwerk Boxberg
4Spremberg – Cottbus45Talsperre Spremberg, Spreeaue
5Cottbus – Lübbenau50Spreewald, Fließe, Burg
6Lübbenau – Beeskow60Unterspreewald, Wälder
7Beeskow – Erkner65Seenkette, Fürstenwalde
8Erkner – Berlin-Spandau45Müggelsee, Stadtdurchfahrt

Die Spreeradweg Etappen sind auf 45 bis 65 Kilometer ausgelegt. Wer Bautzen, Cottbus oder den Spreewald ausführlicher sehen will, verteilt die Spreeradweg Etappen auf neun oder zehn Tage.

Wegequalität und Beschilderung

Im oberen Abschnitt verläuft der Spreeradweg teilweise auf wenig befahrenen Landstraßen und schmalen Wirtschaftswegen; einige Steigungen zwischen Neusalza-Spremberg und Bautzen sind spürbar, aber kurz. Ab Bautzen dominieren asphaltierte Radwege und Dammkronen. Im Spreewald gibt es kurze Abschnitte mit Plattenwegen und Sandpisten, die bei Nässe rutschig sind. Zwischen Erkner und Berlin nutzt der Weg Uferpromenaden und Stadtstraßen mit Radstreifen.

Die Beschilderung zeigt das grüne Wellenlogo mit dem Schriftzug „Spreeradweg” auf weißem Grund. In Cottbus und Lübben teilt sich der Weg kurze Abschnitte mit dem Gurkenradweg und dem Fürst-Pückler-Weg; die Übersichtstafeln an den Knotenpunkten helfen bei der Orientierung.

Orte, die den Weg prägen

Bautzen ist mit seiner über tausendjährigen Geschichte, der Ortenburg und dem Sorbischen Museum der kulturelle Höhepunkt der oberen Spree. Die Stadt ist zugleich das Zentrum der obersorbischen Kultur; zweisprachige Ortsschilder begleiten den Weg von hier bis in den Spreewald.

Spremberg nennt sich „Perle der Lausitz” und liegt an der Talsperre gleichen Namens. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für einen Abstecher zu den Aussichtspunkten am Tagebau Welzow-Süd.

Cottbus ist die größte Stadt der Niederlausitz. Der Branitzer Park mit den Pyramiden des Fürsten Pückler liegt direkt am Weg und ist ein Ziel für sich.

Lübbenau und Lübben sind die Tore zum Spreewald. Wer eine Kahnfahrt einplant, sollte hier eine Nacht bleiben – die Kähne fahren morgens und am frühen Nachmittag.

Karte, Anreise und Rückreise

Ebersbach-NeugersdorfBautzenSprembergCottbusLübbenau/SpreewaldBeeskowFürstenwalde/SpreeBerlin
Spreeradweg — gezeichneter Verlauf, 413,4 Kilometer erfasste Strecke. Geometrie: OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), Radroutenrelationen und Ortskoordinaten.

Eine Spreeradweg Karte in Spiralbindung deckt den gesamten Weg in zwei Bänden ab; für die Lausitz genügt der erste. Ebersbach-Neugersdorf ist mit der Bahn über Zittau oder Dresden erreichbar. Wer die Anreise verkürzen will, beginnt in Bautzen – auf jeder Spreeradweg Karte der Punkt, an dem das Bergland endet; die ersten 55 Kilometer durch das Bergland sind die anspruchsvollsten und zugleich die am wenigsten befahrenen. Von Berlin zurück nach Bautzen fahren Regionalzüge über Cottbus; die Fahrradmitnahme ist möglich, an Sommerwochenenden aber begrenzt.

Spreeradweg Etappen zwischen Bautzen und Spremberg

Der mittlere Abschnitt gilt als der einsamste des Spreeradwegs. Hinter der Talsperre Bautzen tritt die Spree in die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ein; der Weg führt an Teichgruppen bei Göbeln und Uhyst vorbei, wo der Froschradweg kreuzt. Bei Bärwalde liegt der Bärwalder See, mit 13 Quadratkilometern der größte See Sachsens, ein gefluteter Tagebau mit Badestrand und Hafen. Das Kraftwerk Boxberg mit seinen Kühltürmen ist über Kilometer die Landmarke. Hinter Spremberg staut die Talsperre die Spree ein zweites Mal; die Stadt mit ihrem Schloss auf der Spreeinsel ist der einzige größere Ort zwischen Bautzen und Cottbus.

Die Quelle und der Anfang der Tour

Der Spreeradweg beginnt mit einer Besonderheit, die viele erst vor Ort verstehen: Die Spree hat drei gefasste Quellen, in Ebersbach, Neugersdorf und Eibau, alle im Oberlausitzer Bergland und wenige Kilometer voneinander entfernt. Welche die eigentliche ist, war jahrhundertelang Streitfrage der Orte; heute sind alle drei eingefasst und beschildert, und der Radweg berührt sie auf einer kurzen Schleife.

Für die Planung heißt das, den ersten Tag kurz zu halten. Die Anreise mit der Bahn nach Ebersbach oder Neugersdorf dauert aus Dresden gut zwei Stunden, das Gelände ist hier hügelig, und der Weg fällt anschließend über Bautzen in die Ebene ab. Vierzig Kilometer am Anfahrtstag sind angenehmer als siebzig – zumal der Abschnitt bis Bautzen der landschaftlich dichteste des ganzen Wegs ist, mit Dörfern, Umgebindehäusern und Blicken auf die Granitkuppen des Berglands.

Häufige Fragen

Wo beginnt der Spreeradweg?

An den Spreequellen bei Ebersbach-Neugersdorf im Oberlausitzer Bergland, nahe der tschechischen Grenze. Drei Quellen werden als Ursprung geführt; die bekannteste liegt am Kottmar.

Gibt es eine Karte für den Spreeradweg?

Der Weg ist in Spiralkarten im Maßstab 1:50.000 vollständig abgebildet. GPX-Tracks der gesamten Route stellen die Tourismusverbände entlang der Spree kostenfrei bereit.

Wie kommt man vom Ziel in Berlin zurück zum Start?

Mit dem Regionalzug über Cottbus oder Dresden nach Bautzen und weiter mit der Bahn nach Ebersbach. Die Fahrradmitnahme ist im Regionalverkehr möglich; die Fahrt dauert je nach Verbindung vier bis fünf Stunden.

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51°31′N 14°08′E