Lausitz TourismusLausitzer Seenland
Kiefernheide mit Bodennebel und einem Tagebausee am Horizont im Morgenlicht

Region · Überblick

Urlaub in der Lausitz: Spreewald, Seenland und Oberlausitz

Die Lausitz ist eine Urlaubsregion mit vier Gesichtern: dem Spreewald für Kahn und Rad, dem Seenland für Wasser und Weite, der Oberlausitz für Städte und Kultur, der Heide- und Teichlandschaft für Natur. Diese Seite hilft bei der Frage, welche Lausitz zu welchem Urlaub passt.

4
Teilregionen
1
UNESCO-Welterbe, 1 Biosphärenreservat
2 h
von Berlin, 1 h von Dresden

Vier Landschaften

Die Lausitz erstreckt sich von der Spree bei Lübben bis zum Zittauer Gebirge und von der Elster bis zur Neiße – rund 150 Kilometer in beide Richtungen. Für den Urlaub zerfällt sie in vier Teilregionen, die jeweils eine Woche tragen und sich zu längeren Reisen kombinieren lassen.

RegionCharakterPasst zu
SpreewaldBinnendelta, Kähne, Dörfer, GurkenPaare, Familien, Radfahrer, Ruhe
Lausitzer SeenlandJunge Seen, Häfen, Strände, RadrundwegeFamilien, Wassersport, Skater
Oberlausitz (Bautzen, Görlitz, Zittau)Altstädte, Kultur, Bergland, SorbenStädtereisende, Kultur, Wanderer
Heide- und TeichlandschaftBiosphärenreservat, Vögel, WölfeNaturbeobachter, Radfahrer

Spreewald

Der Spreewald ist die bekannteste Lausitz: das Binnendelta der Spree mit über 300 Fließen, in dem Kähne bis heute Verkehrsmittel sind. Lübbenau, Lehde, Burg und Lübben sind die Orte; Kahnfahrt, Gurkenradweg und Freilandmuseum die Programme. Der Spreewald ist Biosphärenreservat, im Hochsommer voll und im Frühjahr und Herbst am schönsten. Übernachtet wird in Pensionen und Ferienhäusern; Burg hat als Kurort auch Hotels mit Therme.

Lausitzer Seenland

Das Seenland zwischen Senftenberg, Großräschen und Hoyerswerda ist die jüngste Urlaubslandschaft Deutschlands: Zehn ehemalige Braunkohletagebaue sind seit 1967 zu Seen geflutet, die fünf größten durch schiffbare Kanäle verbunden. Häfen, Strände, schwimmende Häuser, Aussichtstürme und 186 Kilometer Radrundweg sind neu gebaut und auf Freizeit ausgelegt. Das Seenland ist die Lausitz für Familien mit Kindern, für Wassersport und für alle, die Weite und Wasser wollen, ohne weit zu fahren.

Oberlausitz

Die sächsische Oberlausitz um Bautzen, Görlitz und Zittau ist die Lausitz der Städte und der Kultur. Görlitz hat die größte erhaltene Altstadt Deutschlands, Bautzen tausend Jahre Geschichte und das Zentrum der sorbischen Kultur, Zittau das Fastentuch und die Schmalspurbahn ins Zittauer Gebirge. Bad Muskau mit dem Muskauer Park ist UNESCO-Welterbe. Das Oberlausitzer Bergland mit seinen Umgebindehäusern ist Wanderland. Die Oberlausitz funktioniert als Städtereise mit Standort in Bautzen oder Görlitz – auch im Winter.

Heide- und Teichlandschaft

Zwischen Seenland und Bautzen liegt das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit über 350 Teichen, Seeadlern, Fischottern und Wölfen. Es ist die Lausitz für Naturbeobachtung und ruhiges Radfahren: Froschradweg, Beobachtungstürme, Haus der Tausend Teiche, Fischwochen im Herbst. Unterkünfte sind klein; Hoyerswerda ist der praktische Standort.

Reisezeit und Anreise

Die Lausitz hat eine Sommersaison von Mai bis Oktober, in der Kähne, Schiffe, Bahnen und Strände offen sind. Der Frühling bringt das Osterreiten, der Herbst die Fischwochen, der Advent die Weihnachtsmärkte in Bautzen und Görlitz. Die Anreise ist einfach: Cottbus liegt 1,5 Bahnstunden von Berlin, Bautzen und Görlitz 1 bis 1,5 Stunden von Dresden; die Autobahnen A 13, A 15 und A 4 erschließen alle vier Teilregionen. Wer die Lausitz zum ersten Mal besucht, nimmt eine Woche, zwei Standorte – Spreewald oder Seenland im Norden, Bautzen oder Görlitz im Süden – und lässt das Auto möglichst stehen: Rad, Kahn, Schiff und Schmalspurbahn sind die Verkehrsmittel dieser Region.

Übernachten

Die Lausitz hat keine Hotelketten-Dichte, aber viele Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze. Im Spreewald dominieren Privatzimmer und Ferienhäuser in den Dörfern; im Seenland Hafenhotels, Ferienhausparks und Campingplätze direkt am Wasser; in Bautzen und Görlitz Stadthotels in sanierten Altbauten. Preise liegen deutlich unter denen vergleichbarer Regionen in West- und Süddeutschland. In der Hauptsaison und zu den Festen – Ostern, Fischwochen, Advent – ist frühe Buchung nötig; im Mai, Juni und September gibt es kurzfristig Platz.

Wie viele Tage die Region braucht

Die häufigste Frage bei der Planung ist die nach der Dauer, und sie lässt sich für die Lausitz recht klar beantworten. Ein Wochenende reicht für eine Landschaft: Spreewald mit Kahnfahrt und einem Radtag, oder Seenland mit Schiff und Strand, oder Görlitz und Bautzen als Städtereise. Wer versucht, an zwei Tagen mehr zu sehen, verbringt die Zeit im Auto.

Fünf Tage sind das gute Maß für zwei Landschaften, verbunden durch einen Standortwechsel zur Hälfte – etwa drei Nächte im Spreewald und zwei in Görlitz. Eine Woche erlaubt drei Schwerpunkte oder eine Radreise auf einem der Rundkurse mit Ruhetagen. Für zwei Wochen bietet sich die Kombination aus Radreise und festem Standort an: erst die Seenland-Route, dann eine ruhige Woche an einem See oder im Bergland.

Die Nachbarschaft mitnehmen

Die Lage der Lausitz zwischen zwei Metropolen und an zwei Staatsgrenzen macht Tagesausflüge über die Region hinaus einfach. Berlin ist von Cottbus in etwa anderthalb Stunden mit der Bahn erreicht, Dresden von Bautzen in einer Stunde – beides praktikabel als Ausflug an einem Regentag.

Nach Polen führen Brücken in Görlitz, Bad Muskau, Forst und Guben; auf der anderen Seite liegen Zgorzelec, Łęknica mit dem polnischen Teil des Muskauer Parks und der Geopark. Tschechien beginnt südlich von Zittau, wo das Zittauer Gebirge ins Lausitzer Gebirge übergeht und Bahn und Bus über die Grenze fahren. Für alle drei Nachbarschaften gilt: Ausweis mitnehmen, Bargeld in Landeswährung ist hilfreich, und die Fahrpläne der grenzüberschreitenden Linien sind dünner als die im Inland.

Häufige Fragen

Welche Region der Lausitz eignet sich für einen Familienurlaub?

Das Lausitzer Seenland: flache Strände, Rad- und Skatewege ohne Autos, Hafenfeste, Krabat-Mühle und Saurierpark in der Nähe. Der Spreewald ist die Alternative mit Kahnfahrten und Freilandmuseum.

Wann ist die beste Reisezeit für die Lausitz?

Mai bis Oktober. Kähne und Schiffe fahren, die Seen haben Badesaison, die Feste finden statt. Der Frühling bringt das Osterreiten, der Herbst die Fischwochen. Für Städtereisen nach Görlitz und Bautzen sind auch Winter und Advent geeignet.

Wie kommt man in die Lausitz?

Mit der Bahn nach Cottbus (aus Berlin 1,5 h), Bautzen oder Görlitz (aus Dresden 1–1,5 h), Senftenberg oder Hoyerswerda. Mit dem Auto über die A 13 (Berlin–Dresden), A 15 (Berlin–Cottbus) und A 4 (Dresden–Görlitz).

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51°31′N 14°08′E